Sonnenenergie- sauber und unerschöpflich!
![]() Die Sonne liefert die 15'000-fache Menge des täglichen Energie-Bedarfs |
Die Sonne ist die grösste und ergiebigste Energiequelle, die der Menschheit zur Verfügung steht. Über die gigantische Entfernung von 150 Millionen Kilometern liefert sie ohne Unterlass enorme Energiemengen.
Die Sonne spendet Tag für Tag die 15'000-fache Menge des täglichen Energie-Bedarfs der gesamten Erdbevölkerung. In weniger als 30 Minuten strahlt die Sonne somit mehr Energie auf die Erde, als die Menschheit in einem ganzen Jahr verbraucht. Im Jahr 2004 lag dieser jährliche Verbrauch bei etwa 118'858'600'000'000 kWh. Eine gigantische Solar-Anlage in der Sahara (700 km x 700 km) könnte deshalb den Weltenergiebedarf komplett decken (Stand von 2006). Und mit Weltenergiebedarf ist nicht nur der Stromverbrauch gemeint. Die Sonne als Energiequelle steht uns übrigens noch für mindestens fünf Milliarden Jahre kostenlos, umweltfreundlich und unerschöpflich zur Verfügung.
Vielseitige Nutzung
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Die Sonnenenergie kann vielseitig genutzt werden: Direkt mit dezentralen oder grosstechnischen Anlagen oder indirekt. Bei der direkten Nutzung braucht man eine technische Vorrichtung - z.B. Solarzellen zur Produktion von Strom, Sonnenkollektoren zur Gewinnung von Wärme oder Solartrockner, -kocher und -öfen. Grosstechnische Solar-Anlagen produzieren meistens Dampf, um damit Turbinen und Generatoren zur Stromproduktion anzutreiben. Indirekt wird die Sonnenenergie vor allem im Hausbau genutzt (z.B. grosse, südorientierte Fenster). Auch Biomasse, Wasser- und Windkraft verdanken ihre Energie der Sonne.
Angesichts der weltweiten Klimaproblematik und der begrenzten Verfügbarkeit fossiler Energieträger muss die Solarenergie künftig einen hohen Stellenwert bei der Energieversorgung einnehmen. Langfristig gibt es keine Alternativen zu erneuerbaren Energien!
Die Möglichkeiten die Sonnenenergie zu nutzen werden immer besser und billiger - nicht zuletzt deswegen, weil viele Länder den Vorrang erneuerbarer Energien erkannt und ambitionierte Förderprogramme lanciert haben. In Deutschland wächst die Sonnenenergie-Nutzung rapide seit es eine gesetzlich festgelegte Förderung gibt. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) schafft die Grundlage, um Strom aus erneuerbaren Quellen wirtschaftlich produzieren zu können. Es verpflichtet die Netzbetreiber, Strom aus z.B. Fotovoltaikanlagen abzunehmen und zu einem festgelegten Preis zu vergüten. Nach jahrelangem Stillstand, hat nun auch die Schweiz am 1. Januar 2009 (endlich!) eine flächendeckende Einspeisevergütung eingeführt. Allerdings führt die im Gegensatz zu Deutschland starke Begrenzung der Unterstützungsgelder (nur 16 Mio pro Jahr für Photovoltaik) bereits zu langen Wartelisten. Im Moment stehen über 2800 PV-Projekte auf der Warteliste (Stand Januar 2009). Weitere Infos zur kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) gibt es bei Swissgrid.
Die Sonne als Teil eines zukünftigen Energiesystems
Die direkte Nutzung der Sonne als Energiequelle bietet gegenüber klassischen Energiequellen einige Vorteile. So ist sie unabhängig von fossilen und atomaren Energieträgern und im Gegensatz zu diesen unbegrenzt verfügbar. Auch werden bei der Strom- und Wärmeerzeugung keine klimaschädlichen Treibhausgase wie CO2 freigesetzt. Ein Nachteil besteht allerdings darin, dass, wegen der wetter-, tages- und jahreszeitabhängigen Sonneneinstrahlung, keine konstante Versorgung mit Solar-Energie möglich ist.
Es gibt jedoch verschiedene Lösungen für das Speicherproblem. Eine solche ist z.B. die Kombination von Solarenergie, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf Biomasse-Basis, Energiespeicherung mittels Speicherseen oder Druckluft und intelligenter Steuerung von Angebot und Nachfrage lokal und europaweit über ein europäisches "Erneuerbar-Stromnetz". KWK-Anlagen liefern im Winter Wärme und Strom, im Sommer hingegen liefern Solarzellen Strom in Hülle und Fülle und Sonnenkollektoren versorgen uns mit Wärme für das Brauchwasser. Die Angebot-Nachfrage-Steuerung und die Speicher dienen zum Ausgleich von kurzfristigen Schwankungen, wie z.B. Tag/Nacht oder Schlechtwetterphasen
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Enormes Nutzungspotenzial in der Schweiz
Das Potenzial der Sonnenenergie in der Schweiz ist enorm und noch längst nicht ausgeschöpft: theoretisch könnten 15% bis 30% des gesamten Strom- und ca. 30% des Wärmebedarfs der Schweiz durch eine Nutzung der dafür geeigneten Dachflächen gedeckt werden (Quelle: BFE, Solarenergie in der Gemeinde).
Schöner Nebeneffekt: Keine Abgase, keine umweltschädigende Monokulturen, keine lebensfeindliche Uranminen keine Kühl- oder Öltürme, keine Raffinerien - ganz ohne zusätzlichen Platzbedarf. Bis heute (Zahlen vom Bundesamt für Energie 2009) werden lediglich ca. 0.04% des Schweizer Stromverbrauchs und ca. 0.3% des Wärmeverbrauchs solar erzeugt.






