Nuklearkonzerne setzen auf Erneuerbare
8. Februar 2010: Der französische Nuklearkonzern Areva hat in den USA eines der viel versprechendsten Solarthermie-Unternehmen übernommen. Areva, Mitbewerber für den Bauauftrag der geplanten neuen Schweizer AKW’s, setzt anderswo offenbar zunehmend auf Erneuerbare Energien.
Mit den aktuell im Bau befindlichen Atomkraftwerken im finnischen Olkiluoto und im französischen Flamanville hat der französische Staatskonzern Areva viel Ungemach. Beide sind unterdessen um Jahre verspätet und um Milliarden teurer als vorgesehen – ein Ende der Misere ist nicht in Aussicht. Da scheint der Schritt zu Erneuerbaren Energien naheliegend – vielleicht gar viel versprechender? Areva ahmt mit dem Kauf den deutschen Konkurrenten Siemens nach, der im Oktober die israelische Solel Solar Systems für 284 Millionen Euro übernahm.
Beide Käufe betreffen das gleiche Geschäftsfeld, denn Ausra entwickelt wie Solel die Nutzung von konzentrierenden Solarthermie. Dabei geht es darum, Strom nicht via Photovoltaikmodule direkt aus Sonnenlicht zu gewinnen. Vielmehr wird die Sonnenwärme durch Spiegel auf Rohre gebündelt, in denen eine Flüssigkeit erhitzt wird. Der damit erzeugte Dampf treibt über Turbinen Generatoren an welche den Strom erzeugen. Was sich kompliziert anhört, eignet sich dennoch besonders für Grosskraftwerke in heissen Gegenden. Auch das viel diskutierte Desertec-Projekt in Nordafrika würde mit dieser Technologie Elektrizität für Europa produzieren.
Man könnte dabei glatt auf die Idee kommen, die europäischen Atompläne – inklusive jene der Schweiz – würden durch die schnelle Entwicklung der Erneuerbaren Energien überflüssig. [Quelle: www.sonnenseite.com]





