Ungiftig und vollständig wieder verwertbar
![]() Silizium ist das zweithäufigste Element auf der Erde. Es dient als Rohstoff für Solarzellen. |
Solarzellen bestehen hauptsächlich aus dotiertem Silizium. Silizium ist ein ungiftiges Halbleitermetall, welches vorwiegend in der Chip Industrie verwendet wird. Auch im Betrieb entstehen bei Solarzellen keine Schadstoffe, nur umweltfreundlicher Solarstrom.
Das für die Herstellung von Solarzellen genutzte Silizium ist toxisch vollkommen unbedenklich. Es ist das am zweithäufigsten vorkommende Element in der Erdkruste. Auch neue Technologien, wie etwa Cadmiumtellurid- oder Kupfer-Indiumdiselenid-Solarzellen, bergen im Vergleich mit anderen Energieversorgungsoptionen keine großen Umweltrisiken.
Damit das Silizium für Solarzellen genutzt werden kann, muss es zuerst gereinigt und dann mit Fremdatomen dottiert werden. Ein grosser Teil des Bedarfes an Reinsilizium wird aus Abfällen von der Chipindustrie gedeckt. Durch den enormen Wachstum des Solarmarktes übersteigt der Bedarf von Reinsilizium das momentane Angebot. Inzwischen sind mehrere Silizium-Fabriken speziell für die Solarindustrie im Bau. Die ersten wurden im Jahre 2007 eröffnet.
![]() Solarzellen beinhalten keine giftigen Inhaltsstoffe |
Die Umweltbelastung und das Sicherheitsrisiko von Solarzellen sind im Vergleich zu herkömmlicher Energiequellen wie Kohle, Öl oder Atomkraft verschwindend klein. Bei letzteren sind die Gefahren global (Kohlendioxidemissionen) und langzeitig (z.B. die Entsorgungsprobleme der Nuklearindustrie) - und dies bereits im Normalbetrieb. Bedenkt man, dass Solarpanels problemlos 30 Jahre halten und keine Schadstoffe produzieren, so hält sich die Umweltbelastung erst recht in Grenzen.
Die Herstellungsprozesse für Solarzellen sind technisch ausgereift und erprobt. Auch eine Massenproduktion von Solarzellen wird aus chemisch-toxikologischer Sicht keine wesentlichen Umwelt- oder Gesundheitsprobleme mit sich ziehen.
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Für das Recycling von Siliziumsolarzellen wurden verschiedene Verfahren entwickelt. Das Hauptproblem liegt zur Zeit in der Demontage der Solarzellen in ihre Bestandteile. Da das Solarmodul keine giftigen Stoffe enthält, entstehen jedoch keine gefährlichen Abfälle. Photovoltaikanlagen können bei entsprechender Herstellungstechnik vollständig wiederverwertet werden. Glas und Silizium lassen sich einfach wiederverwerten. Problematisch ist allein die Auflösung des Modulverbundes, der auch Kunststoffe enthält. BP Solar erprobt mit guten Ergebnissen die Wiederverwendung von Solarzellen aus Modulen, indem der Kunststoff chemisch gelöst wird. Neben der Energieeinsparung könnten auch deutliche Kostenreduzierungen durch Wiederverwertung der Solarzellen erreicht werden. Zukünftig werden Solarmodule so konstruiert werden, dass ein vollständiges stoffliches Recycling möglich ist. Wenn die Solarstrom-Anlage also ausgedient hat, kann man alles Material rezyklieren und wiederverwenden. Die Solarzellen müssen "aufgefrischt" werden und können dann mit dem selben Glas wieder gebraucht werden; für eine zweite dreissigjährige "Dienstzeit". Insbesondere weist der Recyclingprozess eine positive Energiebilanz auf, d.h. selbst wenn das Silizium je nach Verfahren nicht mehr für Solarzellen verwendet werden kann, sondern in anderen Bereichen (Metallindustrie) verwendet werden muss, ist der Energieaufwand für das Recycling geringer als für die Herstellung von neuem Silizium aufgewendet werden müsste.








